(Picture by Susan Q Yin via Unsplash)
Als vor ein paar Jahren die E-Book-Reader auftauchten, wurden meine Reisen erheblich leichter. Allerdings hat die klassische Infrastruktur mit Adobe-Reader oder Amazon einige entscheidende Probleme: Man ist wegen des DRM auf die Readersoftware der Hersteller angewiesen und die ist alles andere als toll.
- Die Bücher werden unter Umständen grauslig formatiert und man kann nichts an der Formatierung ändern. Ich hatte mal einen Roman, dessen Textbreite gerade mal ein Drittel der Bildschirmbreite ausmachte. Und ändern konnte man nichts.
- Manche Bücher sind mit einem scheußlichen Font verheiratet und man kann diesen nicht wechseln. Erleichtert nicht gerade die Lesbarkeit.
- Eine Sache, die mich am meisten nervt ist aber ein superschlechtes Hyphenazing: Die Systeme können alle nicht vernünftig trennen. Sowas wie “tre - nnen” ist Tagesordnung.
Da es aber auch in Deutschland mittlerweile Anbieter gibt, die aktuelle DRM-freie Bücher verkaufen, gibt es aber diverse Lösungen das zu verbessern.
Zum einen kann man die Bücher via Calibre vorformatieren und mit Default-Fonts versorgen. Zum anderen kann man auf den E-Book-Readern auch meist zusätzliche Software installieren. Das hat einige Entwickler dazu gebracht, eine OpenSource-Readersoftware zu entwickeln: Koreader. Ursprünglich für Kobo-Geräte entwickelt, läuft diese Software mittlerweile auf diversen Readern, wie Kindles, Pocketbooks usw. als auch nativ unter Linux oder Android.

Der Reader läßt sich äußerst umfangreich den eigenen Bedürfnissen anpassen. Ob Fonts, Formatierung, Funktionalität und Informationen des Statusbars - alles ist möglich.

Außerdem gibt es einige Informationssysteme und Werkzeuge für die Übersicht von Büchern, wie z. B. die Buchkarte.

Das System macht Statistiken, wieviel man in welcher Zeit gelesen hat, es gibt einen kleinen Kalender dazu, aber auch diverse Hilfen für die Anbindung anderer Systeme, wie Wikipedia und z. B. einem Calibre-Server. Außerdem gibt es auch eine Schnell-Lesehilfe.
Mittels zusätzlicher Datenbankfelder und eines kleinen Koreader-Plugins kann man die Statistiken und zusätzliche Informationen, wie Leseposition, Bookmarks und mehr sogar mit dem Calibre synchronisieren.
Und was der Koreader noch alles außer der perfekten Anbindung an Wörterbücher kann: Er kann vernünftig trennen.
Die Installation auf einem Ebook-Reader gestaltet sich zumeist sehr einfach, entweder ist das Programm in einem Reader-eigenen Paketformat oder man muß ihn im Filesystem des Readers an einer bestimmten Stelle auspacken.
Ein Upgrade geht dann noch einfacher per OTA, also Over The Air update via WLAN.